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Der perfekte Urlaub

Erfahrungsbericht von Andy Lippner

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Alles begann mit einer E-Mail von einer Berliner Castingagentur die ich völlig überraschend in meinem Postfach vorfand. Diese Agentur suchte im Auftrag für eine Filmproduktion Kandidaten, die sich in bestimmten Urlaubsdomizilen gut auskennen.

Das Ganze sollte dann unter dem Namen "Der perfekte Urlaub" auf VOX ausgestrahlt werden. Ich dachte mir, schau doch mal nach, ob nicht zufällig auch ein Ort dabei ist, an dem du dich auch etwas auskennst. Als ich mir dann die Liste der Orte anschaute fand ich zu meinem Erstaunen die Insel Teneriffa als Drehort angegeben."Was für ein Zufall" dachte ich mir, diesen wunderschönen, vielfältigen und einzigartigen Ort an dem ich mich schon einige Male aufhalten durfte. An diesen Ort einen perfekten Urlaubstag auszurichten, das wär’s.

Mit Begeisterung setzte ich mich sofort an den Computer und schrieb -frei nach Schnauze- einfach eine kurze Bewerbung mit einer gut ausgedachten Tagestour über die Insel an die Casting-Agentin. Das muss wohl gewirkt haben, denn bereits drei Tage später klingelte das Telefon und es meldete sich die Casting-Agentin. Ja, es hieß, ich könnte mich schon mal ein wenig freuen, es ist zwar noch nicht hundertprozentig heraus, ob ich dabei bin aber sie müsste nun einige Dinge mit mir besprechen. Es lag an meinem -Timetable-, ein Ausdruck den ich vorher auch nicht kannte. Ich hatte zu viele Tagespunkte/Reiseziele in meinen Timetable eingetragen, die in 48 Stunden nicht zu realisieren wären. Nun gut. Ich setzte mich und kürzte meinen Timetable auf das wesentliche. Nach ungefähr drei folgenden Ablehnungen durch den Agenten oder die Filmproduktion klappte es dann doch.

Der Timetable wurde akzeptiert und ich konnte meine Reservierungen auf Teneriffa vornehmen. Zwischenzeitlich rückte der Termin der Abreise immer näher und die Aufregung wuchs. Die Frage "hab ich auch nichts vergessen?", ob für meine Gäste oder für mich, wurde immer größer, schließlich sollte es doch der perfekte Urlaubstag werden. Endlich war es so weit, Tag der Abreise. Alle Kandidaten und ein paar Leute der Filmproduktion trafen sich in einem Hotel in Düsseldorf, es war ein sehr freundliches und gelöstes Klima empfand ich. Man begrüßte sich und scherzte in einer sehr ausgelassenen Laune ohne daran zu denken dass wir um drei Uhr nachts wieder aufstehen müssen um bei unserem Flug rechtzeitig einzuchecken.

Ok, ich denke, die Augenringe, die wir unter unseren Augen sahen, erzählen mehr als ich es jetzt könnte. Mit wenig Schlaf und großer Freude betrat ich das Flugzeug, dann unsere Finca im Orotava Tal. Sofort als wir eintrafen begann das Filmteam die ersten Aufnahmen von uns zu drehen. Einige Unsicherheiten machten sich unter den Kandidaten breit: Fragen wie, ob wohl das Wetter an meinem Tag auch mitspielt? Oder hoffentlich hat keiner den gleichen Tagesablauf so wie ich? Ich muss dann meinen Tag ganz anders gestalten, kam auf. Etwas unberechtigt wie ich finde denn diese Probleme hatten wir alle. Leider haben diese Fragen es jedoch geschafft unter uns Kandidaten eine ungewöhnlich gereizte Spannung auftauchen zu lassen.

Diese Spannung wuchs von Tag zu Tag. Schade, wie ich finde, denn ich habe auf der Insel Orte gesehen, die ich noch nicht kannte. Menschen wieder getroffen, die ich schon aus meiner Kindheit kannte und die heute noch genau so nett und freundlich waren wie damals.

Ein Höhepunkt jagte den anderen, jeder wollte besser sein. Es wurde gelogen, geheuchelt und dummes Zeug erzählt ich denke das beste Bild kann sich der Aufnahmeleiter des Filmteams machen. Fast jeder Tag begann zwischen sieben und acht Uhr und endete zwischen dreiundzwanzig oder sogar ein Uhr. Danach trank man noch ein Glas Wein und ging zu Bett.

An Tagen wo ich um sieben Uhr aufstehen muss denke ich automatisch ich muss zur Arbeit, deshalb war hier für mich keine Rede mehr vom perfekten Urlaubstag. An manchen Tagen wurde ich regelrecht dazu gezwungen Gesellschaftsspiele mitzumachen, ich wäre doch sonst der Spielverderber =Massentierhaltung=, sage ich dazu. Alles in allem: Es hat sehr viel Spaß gemacht, es war eine Herausforderung besonderer Art, wie ich finde. Natürlich wird es schwierig sein alle fünf Kandidaten glücklich zu machen, zu dem Konkurrenzdenken und Sympathie hier eine entscheidende Rolle spielen.

Teneriffa ist schön und kein Mensch auf dieser Welt wird dieses Bild in meinem Kopf verrücken, weil genügend Kanaren dafür gesorgt haben, dass dieses Bild so in meinem Kopf entstanden ist und so bleibt: beständig eben, vielfältig, bunt, enthusiastisch und immer gut gelaunt wie ein Kanare, der ein dickes Fell entwickeln musste da dieser Ort schon lange vom Tourismus aufgesucht wird.

Abschließend möchte ich weiteren nachfolgenden Kandidaten eines mit auf den Weg geben: "Der perfekte Urlaubstag" heißt Arbeit und Stress pur. Menschen, die man nicht kennt und mit denen man fünf Tage und Nächte in einem Haus verbringt, hier lebt man unter einem Dach ist oberflächlich nett und gibt schlechte Bewertungen für den Konkurrenten ab damit man selber besser dasteht (keiner darf seine Bewertung verraten). Schauspielerisches Talent und ständig auf Improvisation vorbereitet zu sein sind eine enorme Herausforderung die vom Kandidaten alles abverlangt. Daher ist es wichtig einen Timetable zu haben, der nicht von schönem Wetter oder sonstigen unwillkürlichen Dingen und Einflüssen abhängig ist. Es kommt hier nicht in erster Linie auf den Kandidaten an sondern wie dieser Urlaubstag gestaltet wird. Ich würde diese Fahrt wieder mitmachen, allerdings danach gleich eine Woche Urlaub buchen.

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